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Wir freuen uns, dass Ihr uns besucht.

Als moderne Tiere wollen wir Euch gerne auch online mit allen Informationen rund um unsere Leben versorgen.

Unsere Dosenöffner werden versuchen, euch auf dieser Seite besonders aktuell auf dem Laufenden zu halten.

Es ist sehr schwer, wenn man über sich selber etwas sagen soll...  

Wir - das sind in erster Linie mal wir Katzen. Wir lassen aber doch neben uns auch noch andere gelten.

Da sind z.B. die Menschen. Es gibt hier ein Herrchen, ein Frauchen und einen etwas kleineren Menschen, der sich vorwiegend mit piependen Metallkästen beschäftigt, die er Playstation, Computer usw. nennt. Leider lässt er uns nie so recht mitspielen.

Dann gibts jetzt auch noch Schwimmtiere, die von Herrchen liebevoll gepflegt und gehegt werden. Wenn diese Tiere endlich mal aus ihrem Glasgefängnis rauskommen würden, könnte man sicherlich sehr gut mit ihnen spielen. So haben wir nur ständig das Gefühl, dass die uns auslachen! Wartet - eines Tages kriegen wir euch!

Wir wohnen ziemlich in der Mitte von Bayern, in einer Kleinstadt, deren Namen einen etwas unrühmlichen Beigeschmack hat. Dafür können die jetzigen Bewohner der Stadt und wir aber nichts und deshalb macht uns das gar nichts aus. Im Gegenteil - hier ist es ruhig, gemütlich und friedlich. Hier am Stadtrand von Nirgendwo haben wir Katzen ein ruhiges Leben. Kein Hund, der uns was antun will, wohnt in der Nähe. Der französische Hirtenhund, der den Nachbarn gehört, ist froh, wenn er sich nicht mit uns beschäftigen muss.

Im Sommer gibt es hier noch Scharen von Eichkätzchen, die sich so gar nicht wie wir Katzen benehmen. Sie sammeln Nüsse wie die Verrückten und springen auf den Bäumen von Ast zu Ast. Frauchen hat einmal erzählt, dass es schon passiert ist, dass die Eichkätzchen vom Gartentisch etwas geklaut haben. So etwas würden wir Katzen NIE tun! Ganz ehrlich!

Am 19.09.2003 sind nun noch ein paar neue Hausgenossen eingezogen. Insgesamt sind es 13 Stück!!! Bisschen viel nicht war? Zum Glück bleiben die in Ihrer komischen Glaskiste, in der es immer blubbert. Ich weiß gar nicht, was unsere Dosine immer meint, wenn sie sagt: "Die Fische werden nicht gefrühstückt!"  Probieren möchte man doch schon mal... *grübel grübel*

21.11.2003:

Es gibt wieder einmal Neuigkeiten! Gerade eben ist noch eine weitere Katze bei uns eingezogen! Sie ist kohlrabenschwarz, sehr zutraulich und hört (noch nicht wirklich) auf den Namen Socke. Warum? Weil unserer Dosine beim Sockenstricken der Gedanke gekommen ist, dass es einfach schön wäre, noch ein Kätzchen zu haben - verrückt nicht?

24.11.2003:

Unsere Menschen haben einen "selbstschmückenden" Weihnachtsbaum aufgestellt. Wir können gar nicht verstehen, dass das nicht unser neuer Kratzbaum sein soll. Doof ist, dass die da auch noch Glaskugeln drangehängt haben. Richtig fies finden wir aber, dass die Menschen den Weihnachtsbraten weggesperrt haben. Letztes Jahr konnten wir wenigstens noch ein Loch aus dem Haxen rausfressen, aber nun gönnen die uns gar nix mehr! Wie war doch grade noch mal die Nummer vom Tierschutzverein?

Frühjahr 2004:

Unsere Menschen sind wirklich ein komisches Volk. Langsam fragen wir Katzen uns wirklich, ob die Dosenöffner noch mit uns zufrieden sind. Jetzt werden es immer mehr Fische hier im Haushalt, so viele, dass unser Herrchen sich noch ein Aquarium angeschafft hat. Darin züchtet er jetzt kleine lustige Schwimmer, die er Guppys nennt. Und dann heisst es immer in sehr strengem Ton: "Fische sind Freunde - kein Futter!!!" Ist das nicht ungerecht?

Juni 2005:

Zum Geburtstag meines Mannes gab es dieses Mal eine besondere Überraschung: Eine spontane Reise nach Italien, nach Venedig. Jemanden eine Freude bereiten ist für mich immer toll, aber am schönsten ist es, wenn ich an der Freude des "Beschenkten" selber teilhaben kann. Dieses Jahr habe ich mir zum Geburtstag meines Mannes ausgedacht, dass ich ihn einfach mal nach Italien entführe. In diesem schönen Land war er bislang noch gar nicht. Die Vorbereitungen waren sehr mühsam, das lag vor allem daran, dass mein Mann einfach nur sehr neugierig ist und alles wissen muß, was an meinem PC passiert. So war es gar nicht so einfach, Routenplaner und Hotelangebote geheimzuhalten. Trotzdem ging es am Vortag vom Geburtstag einfach los. Als mein Mann von der Arbeit nach Hause kam, wurde er erst einmal in die Dusche geschickt. Als ich ihn dann fragte, ob er Lust zum mitkommen hätte, weil ich ein Sonderangebot an Nudeln gesehen hätte und dorthin fahren würde, war er nicht abgeneigt. Zwar wurde ich gefragt, wo es denn die Nudeln nun genau geben würde, doch mit einiger List und Tücke und vor allem viel Ablenkung gelang es mir tatsächlich, der konkreten Antwort auf diese Frage zu entgehen.


Österreich wurde durchquert und als wir auch endlich die österreichisch-italienische Grenze überschritten hatten, wurde der Mann so richtig munter. Sein erster Eindruck von Italien war nicht so berauschend. Er fand nämlich, dass die Häuser in Italien nicht anders aussehen würden als bei uns. Kein Wunder - wir befanden uns gerade mal 2 (!) km im Landesinneren und es war das erste Haus, das er zu Gesicht bekommen hat. Danach hat er sich zu meiner Freude ein neues Hobby zugelegt: Tunnelzählen! Es ist kaum zu glauben, aber wahr: Wenn man von Salzburg über die Tauernautobahn nach Italien fährt, muß man sage und schreibe durch 30 Tunnels! Auf italienischer Seite sind die nach der Grenze im Abstand von ca. 1 km und im Schnitt um die 1500 m lang.


Nachdem wir die italienischen Alpen hinter uns gelassen haben, brach die Dämmerung herein, jedoch wurde es nicht kühler - im Gegenteil. Wir passierten Udine und waren uns einig, dass wir schon das Meer schmecken können. Die Luftfeuchtigkeit stieg enorm an und Fahren auf der Autostrada mit offenem Dach und lautem Radio war ein richtiger Genuß. Die Fahrt wurde immer interessanter, vor allem als wir bei Latisana die Autostrada verließen und uns auf das Abenteuer "Landstraße in Italien" einließen. Ich war bislang immer der Meinung, die Verkehrsregeln innerhalb Europas wären identisch. Beim Anblick eines Kreisverkehrs in Italien war ich mir da gar nicht mehr so sicher. 3-spurig, mit Haltelinie, wo keiner sie vermutet usw... Es ist mir ganz schön mulmig geworden in diesen Minuten. Die Italiener fahren Vollgas in den Kreisverkehr und bleiben mittendrin erst mal stehen - so bin ich das aber nicht gewohnt ;-) Als wir dann unsere Unterkunft nach 6-stündiger Fahrt erreicht hatten, war ich geschafft.


Doch aller Müdigkeit zum Trotz - auspacken und Gegend erkunden war angesagt. An der Rezeption wurde uns ein gutes Lokal empfohlen. Das haben wir natürlich sofort aufgesucht (es war zwischenzeitlich 22 Uhr) und haben dort die Pizza unseres Lebens bekommen! Ich kann es bis heute noch nicht glauben wie gut eine Pizza schmecken kann (ich werde nie mehr in Deutschland eine Pizza essen). Gut gefüttert und gewässert (mit Wein und Bier) musste auch der nahe Strand besichtigt werden. Es ist unnötig zu sagen, dass es zwischenzeitlich 1 Uhr morgens war, Ebbe und warm. Die Hosen hochgekrempelt sind wir dann am Strand entlang zu unserer Unterkunft gelaufen. Mondschein - Italien - Strand? - no comment ;-)


Als wir am nächsten Morgen aufgewacht sind, kam für meinen Schatz die nächste Überraschung. Nicht nur die Geschenke, die vorsichtshalber mitgenommen worden sind, sondern auch die Aussicht auf einen Besuch in Venedig, der Stadt der Liebenden, haben meinen Mann vollständig die Sprache verschlagen. Zwar habe ich mich nicht als die fürsorgliche Ehefrau erwiesen, die ich sein müsste (ich habe seine kurzen Hosen zuhause vergessen), ich habe meinen Fehler aber schnell wieder ausgebügelt. Da man bei 35° im Schatten nicht mit langen Hosen herumlaufen kann, wurden schnell noch Shorts (und natürlich auch noch ein paar Teile mehr) im italienischen Modeshop besorgt. So konnte dem Tag in Venedig wirklich nichts mehr entgegenstehen.


Die Fahrt von Mestre nach Venedig war mit gemischten Gefühlen. Zwar verstehe ich einige Brocken italienisch, jedoch nicht alles. Wegweiser vor dem Damm glaubte ich so zu interpretieren, dass die Einfahrt nach Venedig mit dem privaten Touristenwagen nicht gestattet sei. Auch haben wir fast keine, d.h. bis auf einen Franzosen, ausländischen Fahrzeuge auf dem Damm gesehen. Sehr erleichtert war ich dann, als ich ein Schild (italienisch und englisch beschriftet) gesehen habe, dem zu entnehmen war, dass alle Touristen grundsätzlich die Fahrzeuge im Parkhaus Tronchetta abzustellen haben. Gleichzeitig war der Weg zu diese Parkhaus auch ausgeschildert. Also nix wie hin da!


Gut eingeparkt wurden wir auch gleich von freundlichen Männern gefragt, wo wir denn hinwollten. Für die Fahrt nach San Marco gäbe es draussen eine Gelegenheit. Wir waren jedoch nicht so clever, die Hintergedanken der Herren dabei zu ahnen. Wir wurden im wahrsten Sinne des Wortes von Mann zu Mann weitergereicht und landeten an einem Bootsanlegesteg. Dort wurde uns erklärt, die Fahrt nach San Marco kostet pro Person 10 €. Nun ja - sei es drum, man ist ja nur einmal in Venedig und muß sich ja irgendwie fortbewegen. Also wir haben 20 € bezahlt und sind mit einem vollkommen überfüllten Vaporetto nach San Marco geschippert worden. Gleich dort angekommen haben wir auch erfahren, dass es in Venedig einen sog. "Öffentlichen Nahverkehr" - sowas wie Wasserbusse - gibt: dies hätte die Hälfte gekostet und wir wären mindestens doppelt so weit gekommen. Da wir uns aber von nichts und niemanden den Tag verderben lassen wollen, haben wir uns nicht weiter geärgert und haben uns zu Fuß mit einem Stadtplan aufgemacht, Venedig zu entdecken. Neben der Piazza San Marco war noch Gelegenheit, 200ml Bier für 7,20 € zu erwerben. Der Blick in diese Speisekarte hat uns sehr schnell in die Flucht geschlagen. In den Geschäften in Vendig gab es sehr viel zu entdecken, hauptsächlich Muranoglaswaren, Schuhe und Masken. Gerne hätte ich mich dort noch länger aufgehalten. An der Rialto-Brücke haben wir uns ein leckeres Eis gegönnt und zurück zum Parkhaus ging es dann mit Gondel und Canalbus.


Abend zurück in unserer Unterkunft haben wir zuallererst wieder"unsere" Pizzeria aufgesucht und weitergefeiert. Der Kellner erkannte uns gleich wieder und gab extra für die Bayern eine Runde Grappa aus. Auch an diesem Abend durfte der Strandspaziergang natürlich nicht unterbleiben.


Der nächste Tag war auch schon leider der letzte. Nach dem Aufstehen und Auschecken war noch Zeit für einen längeren Aufenthalt am Strand und im Meer - das erste Mal bei Tageslicht! Auch im Juni hat die italienische Adria bereits Badewannentemperatur. Wir wissen jetzt, dass es 3 Sandbänke gibt, bevor das richtig tiefe Meer anfängt und wir wissen auch, dass es an diesem Abschnitt sehr sauber war.


Wie alles im Leben war auch diese Reise irgendwann vorbei. Beeindruckt von den vielen schönen Erlebnissen machten wir uns wieder auf die Heimreise ins schöne Bayern, jedoch nicht ohne zu sagen: Da waren wir nicht das letzte Mal! Ich persönlich weiß schon ganz sicher, dass uns Italien in diesem Jahr wieder einmal gastlich aufnehmen darf.



Gondoliere







Rialtobrücke







Canale Grande






Liebevoll gestaltete Verkehrsinseln. Die Krake hat einen Hai erwischt.           

August 2005:

Der August 2005 war kein guter Monat. Unsere Socke ist über den Regenbogen gegangen. Erst war noch Hoffnung, wir haben keine Kosten und Mühen gescheut, um unserer Kleinen helfen zu können. Ihre Nieren haben recht unerwartet den Dienst versagt. Die Kleine ist regelrecht ausgetrocknet. Trotz mehrmals am Tag Infusionen hat Socke nach einiger Zeit das Essen verweigert. Es war sehr schwer für uns, sie gehen zu lassen. Für sie war es sicherlich besser. Ich wünsche meiner kleinen Socke, dass es ihr da, wo ihre Seele jetzt ist, besser geht, fröhlich ist und keine Schmerzen mehr hat. Wir werden unser Söckchen niemals vergessen. Bilder von unserem Liebling gibts noch unter der Kategorie "In Memoriam Socke"

Jetzt möchte ich auch gleich mal sagen, dass wir uns - wie alle - über einen Eintrag im Gästebuch freuen.




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