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Schnecke hieß ursprünglich Paris. Sie kam aus dem Tierheim zu uns, weil es Liebe auf den ersten Blick war.

Wir wollten ein kleines Kätzchen zu uns nehmen, damit die Familie wieder komplett ist. Also habe ich Zeitungen durchgelesen, im Internet gestöbert und viele andere unsinnige Dinge gemacht. Der Hammer war ein Anruf bei einer sog. "Züchterin". Ihre Nummer hatte ich aus der Zeitung, sie hatte inseriert, dass kleine Kätzchen BKH's, abzugeben seien. So eine Karthäuserdame in Blau hätte mir schon gefallen können, nur leider war das auch eine Preisfrage und die Kätzchen wären 8 Wochen alt gewesen. Das erschien mir ein bisschen merkwürdig. Richtig stutzig geworden bin ich dann, als die Züchterin mir ein Angebot machte. Sie habe eine Katze abzugeben, ein Sonderangebot. Diese soll angeblich ein halbes Jahr alt sein und deswegen so billig, weil sie einen Knickschwanz hat. Mir wäre fast der Kragen geplatzt! Katzen als Sonderangebot - wo gibts denn sowas??? Ich habe mich einigermaßen höflich aus der Nummer rausgeredet und war so schlau wie vorher: immer noch keine Drittkatze in Sicht.

Frustriert habe ich mich an den PC gesetzt und bin zufälligerweise auf die Seite des Tierheims in unserer Stadt gestossen. Keine Frage, dass ich natürlich die Katzenbilder angeschaut habe. Eine kleine Katze namens "Watuba" sucht neue Menschen. Watuba war eine dreifarbige Glückskatze. Gut dachte ich - farblich passt die auch noch rein. *lach*

Der Anruf beim Tierheim war nur noch eine Formsache. Sehr traurig war ich dann allerdings, als ich die Auskunft erhalten habe, Watuba sei schon vermittelt. Man konnte mir meine Enttäuschung wohl anhören. Die Mitarbeiterin vom Tierheim sagte mir dann allerdings, es wäre noch eine einzige kleine Katze dort, die sucht auch neue Menschen. Ich habe dann sofort gesagt, dass ich mir die anschauen möchte, sofort. Die Begeisterung von Seiten des Tierheims war nicht so groß, denn es war kurz vor Feierabend. So wurde ich gefragt, wie lange ich denn brauchen würde, in 12 Minuten ist Dienstschluß. Gut, sagte ich - in 5 Minuten bin ich dort. Waren wir auch. :-)

So wurden mein Mann und ich ins Katzenzimmer geführt. Es war ein sonniger Tag, dieser 2. September 2005. Eine einzige Katze befand sich in diesem Zimmer, sie lag auf einem Kissen auf dem Fensterbrett und sonnte sich. Wir betraten das Zimmer und mich traf fast der Schlag. Die Katze auf dem Fensterbrett stand auf und galoppierte (ja wirklich) auf uns zu.

Kohlrabenschwarz. Blaue Augen. Weißer Fleck auf der Brust. Unendlich lieb und zutraulich.

Um uns war es geschehen. Es war für mich, als würde ich Socke als Wiedergeburt sehen. Von Scheu war bei der Kleinen nichts zu spüren, im Gegenteil, sie hat gleich meine Tasche inspiziert und sich über die Leckerlis hergemacht. Schnurren und Kuscheln war auch bei meinem Mann angesagt. Die Entscheidung war wortlos gefallen, die Kleine sollte bei uns wohnen.

Die Mitarbeiterin des Tierheims hat unsere Begeisterung gesehen. Sie holte uns zumindest ein wenig auf den Boden der Tatsachen zurück als sie sagte, dass wir die Miez nicht gleich mitnehmen dürften, da vom Tierheim aus Platzkontrollen gemacht werden. Paris - so hieß sie damals - sollte einige Tage zuvor schon einmal vermittelt werden. Dort gab es dann aber Bedenken, weil sie Freigängerin an einer Schnellstraße werden solle. Deswegen hat das Tierheim sie nicht an diese neue Familie abgegeben, was im Nachhinein unser großes Glück war.

Ich bin heute noch den Leuten vom Tierheim dankbar, dass sie doch ein wenig Überstunden gemacht haben. Der Papierkrieg musste erledigt werden und am nächsten Tag sollte Miez einziehen bei uns.

Fortsetzung folgt...





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